CFC und Stadt nehmen Wünsche der Fans zum Stadion auf

08.08.2011, 08:32 Uhr | 197 Aufrufe
Am 28. Juni überraschten der CFC und die Stadt Chemnitz die himmelblaue Fußballwelt mit ihrem Konzept für ein neues Stadion. Seit dem wurde viel diskutiert - die Politiker taten das über die Zeitung, die Fans vornehmlich über das Forum der CFC-Fanpage. Am vergangenen Freitag trafen sich erstmals die Köpfe des Projekts und eine Abordnung von CFC-Fans zum Gedankenaustausch. Wir haben Eindrücke, Fakten und Ergebnisse in Form von Fragen und Antworten zusammengefasst.

Wer, wann, wo und was…?

Am letzten Freitag, dem 5. August 2011 wurden ab 17 Uhr im VIP-Raum der Fischerwiese Gedanken ausgetauscht. Gekommen waren CFC-Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hänel, die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Prof. Reinhard Erfurth (Ingenieurbüro Erfurth + Partner), Simone Kalew (Geschäftsführung GGG) sowie Rocco Brüch (GGG) und Vertreter von CFC-Fanclubs unter der Führung der gegründeten Arbeitsgemeinschaft (AG) Fan-Interessen.
Mathias Hänel und Barbara Ludwig stellten noch einmal das Projekt vor, erläuterten Hintergründe und nahmen die Wünsche der AG Fan-Interessen auf. Beide stellten sich als 100%ig hinter dem Projekt stehend und gut auf die Runde vorbereitet dar. Natürlich wurden keine großen Fakten geschaffen. Aber die Veranstaltung vermittelte, dass die Fans gehört und ernst genommen werden. Und sie motivierte für die kommenden Wochen mit wichtigen Entscheidungen.

Warum benötigt der CFC ein neues Stadion?

Mathias Hänel skizzierte die aktuelle Situation der Fischerwiese wie folgt: Das größte Problem der jetzigen Arena sind die nicht erfüllten DFB-Anforderungen an ein Drittligastadion, in erster Linie mindestens 2.000 Sitzplätze, ein TV-Studio und eine elektronische Anzeigetafel. Hinzu kommt ein unverhältnismäßiger Aufwand für die Sanierung und Erhaltung des Stadions. Auch die Vermarktungsmöglichkeiten, Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit entsprechen im aktuellen Stadion nicht mehr dem Stand einer modernen Sportarena. Gerade die Vermarktung bietet ein großes Potential, um dem CFC Geld in die Kasse zu spülen. Denn die Sponsoring-Einnahmen sind einfach nötig, um guten Sport zu finanzieren und die Eintrittspreise gleichzeitig in einem verträglichen Rahmen zu halten. Deutlich mehr Sitzplätze sind erforderlich, um sie zum einen günstiger anbieten zu können, zum anderen überhaupt der Nachfrage gerecht zu werden. Denn viele Zuschauer möchten gern einfach im Sitzen und Trockenen ein Spiel verfolgen. „Und wenn ein Fußballfan dann die Wahl hat zwischen einem weit vom Spielfeld entfernten Platz in einem zugigen Stadion oder einem bequemen Platz direkt am Rasen der Fischerwiese, werden wir sicher auch wieder verlorene Zuschauer zurückgewinnen können.“, gab sich Hänel fast ein wenig kämpferisch.

Wie sehen die Pläne für das neue Stadion aus?

Das Konzept sieht eine Arena vor, die 15.000 Zuschauer fasst, verteilt auf 7.900 Sitz- und rund 6.300 Stehplätze sowie 770 Businesssitze. Im Tribünengebäude mit 3 Ebenen sollen in der unteren die Räume für Mannschaften und Schiedsrichter, für die Medienvertreter inklusive eines TV-Studios, der CFC-Fanshop und auf Anregung auch das Traditionskabinett Platz finden. In der Mitte werden der VIP-Bereich und eine Stadiongaststätte eingerichtet. In der oberen Ebene sollen die 16 Logen eingerichtet werden. Doch das Konzept sieht auch ein Stadion vor, das wenig Individualität mit sich bringt. Dieser leisen Kritik trat Hänel entgegen: „Wir wollen mit diesem Stadion keinen Architekturpreis gewinnen, sondern ein funktionales, modernes Stadion, das den hiesigen Zuschauerzahlen angemessen ist und mit unseren Mitteln finanzierbar ist.“ Kosten soll der Neubau etwa 23 Mio. EUR.

Wie steht Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zum Projekt?

Noch im Frühjahr hatte sich das Stadtoberhaupt sehr zögerlich zur Stadionfrage geäußert und dafür viel Kritik, auch von der CFC-Fanpage, geerntet. Doch mittlerweile ist klar, dass sie bereits zu dieser Zeit in engem Kontakt mit der CFC-Führung stand und das Projekt mit ausgetüftelt hat. Sie und die CFC-Spitze konnten und wollten aber noch nicht darüber sprechen, um einerseits keine halben Fakten zu streuen, andererseits um zusätzlichen Druck im Aufstiegsrennen von der Mannschaft fern zu halten. Die Kritik ist also nach den heutigen Erkenntnissen nicht mehr gerechtfertigt.
„Ich werde für dieses Stadion streiten! Denn dieser Stadionbau ist hoch komplex und nichts für Feiglinge.“, zeigte sich Ludwig als Kämpferin für das Projekt und erzählte weiter, wie sie jede Gelegenheit genutzt habe, um mit jedem Bürgermeisterkollegen, der ihr im Land über den Weg gelaufen sei, über deren Erfahrungen im Stadionbau zu sprechen. „Kein Verein in Deutschland hat es geschafft einen sportlichen Aufstieg und einen Stadionbau zu stemmen. Profifußball geht nicht ohne Beteiligung der Kommune.“, fasste Ludwig die gesammelten Erfahrungen zusammen.

Wie soll das Ganze finanziert werden?

Bauherr und Eigentümer des Stadions wird die GGG, ein 100%-Tochterunternehmen der Stadt Chemnitz. Die Kommune wird jährlich die 2 Mio. Euro Miete für das Stadion an die GGG zahlen. Der CFC ist für den Betrieb des Stadions zuständig und muss selbst dafür Sorge tragen, dass dies ohne Verluste geschieht – weitere finanzielle Unterstützung von der Stadt gibt es nicht. Sollte der CFC in die 2. Liga aufsteigen und entsprechend mehr Einnahmen generieren, muss er sich an den Mietzahlungen beteiligen.

Aber in Chemnitz wird doch an allen Enden gespart und die Gebühren erhöht. Wie passt da diese 23 Mio.-Investition, zudem nur für den Fußball, ins Bild?

„Wir werden diese 23 Mio. nie übrig haben. Aber jetzt, nach dem Aufstieg ist die Energie für das Projekt da und deshalb gehen wir es jetzt an.“ Die Wirtschaft in Chemnitz sei gewachsen, deshalb könne die Kommune das Stadionprojekt trotz der Sparpläne stemmen. Natürlich könne man das Geld auch für viele andere Dinge einsetzen. Viele Menschen mit vielen Interessen gibt es in einer großen Stadt wie Chemnitz. „Doch der CFC ist etwas, was die Menschen aus dem Umland und der ganzen Republik nach Chemnitz zieht und Fußball verbindet wie keine andere Sportart Menschen allen Alters und egal ob arm oder reich.“, begründete die Oberbürgermeisterin ihre schwere Entscheidung für den Stadionbau. Der Fußball gäbe einer Stadt so viel, was man nicht mit Geld bezahlen kann. Fußball und der CFC sind immer ein Thema in der Stadt, über das alle mitreden. Nicht zu vergessen ist, dass ein hochklassiger Fußballverein das beste Marketinginstrument einer Stadt ist. Wer wüsste denn ohne ihre Fußballvereine, dass es Burghausen, Heidenheim oder A(a/h)len überhaupt gibt...? „Deshalb ist das Stadion nicht nur für den CFC, sondern für die ganze Stadt.“, unterstrich CFC-Chef Hähnel die Aussagen der Oberbürgermeisterin. Und appellierte für das Beenden des gegenseitigen Ausspielens von Sport und Kultur: „Chemnitz hat genügend Ressourcen für Beides!“

Kann auf Förderung durch das Land Sachsen gehofft werden?

„Wir sind in Chemnitz immer besser gefahren, wenn wir uns auf unsere eigenen Kräfte besonnen haben.“, antwortete Frau Ludwig, denn vom Land sei außer warmer Worte nichts zu erwarten – Profifußball wird in Sachsen, anders als z.B. in Thüringen, nicht gefördert. „Doch vielleicht haben wir auch eine Idee, wie wir noch andere Töpfe anzapfen können.“, gibt sie die Hoffnung nicht auf.

Welche Organe müssen noch dem Stadionprojekt zustimmen?

Die Landesdirektion muss als Aufsichtsbehörde der Kommune ihr „Ja“ zum Finanzierungsplan geben. Als wesentlich höhere Hürde erscheint aber im Moment die Zustimmung des Stadtrates am 5. Oktober (15 Uhr, Stadtverordnetensaal des Rathauses). Vertreter verschiedener Fraktionen haben bereits ihre Stimme gegen das Projekt erhoben. „Es wird sehr schwierig im Stadtrat. Deshalb freue ich mich, dass die Fans vorbehaltlos hinter dem Projekt stehen.“, sagte Ludwig.

Gibt es einen Plan B, falls die Zustimmung verweigert wird?

Diese Frage des Fanclubs „Vereinte Kraft“ beantwortete die Oberbürgermeisterin mit einem Ja. „Aber wir werden den Stadträten in der Beschlussvorlage auch verdeutlichen, dass dieser Plan B auch Kosten verursacht und längerfristig nicht sinnvoll ist.“

Was wollen die Fans?

Die Mehrheit der Fans steht dem Projekt aufgeschlossen gegenüber, es gibt jedoch auch einige, die den Charme der alten Arena lieben und ihn gern erhalten wollen bzw. die Notwendigkeit des Neubaus noch nicht sehen. Als Sprachrohr und Ansprechpartner für die Projektleitung hat sich am 1. August die Arbeitsgruppe (AG) Fan-Interessen gebildet. Diese hat zunächst die Wünsche und Anregungen aus dem Fanlager, vornehmlich auch aus dem Forum der CFC-Fanpage, aufgegriffen, diskutiert und in 15 Punkten eines Strategiepapiers zusammengefasst. Diese 15 Punkte waren der rote Faden für die Gesprächsrunde. Hier die Liste der Punkte, ergänzt um eine Zusammenfassung Kommentare der Protagonisten:
  • 1. Stadion-Neubau

    Die Fans des Chemnitzer FC stehen geschlossen hinter dem Projekt des vorgestellten Neubaus am traditionsreichen Standort Gellertstraße!

    Barbara Ludwig: „Es ist wichtig, dass die Fans vorbehaltlos hinter dem Projekt stehen.“

  • 2. Fanhalle

    Soweit bekannt, wird im Zuge des Neubaus das alte Straßenbahndepot abgerissen und somit die jetzige Fanhalle verloren gehen. Diese Halle stellt seit Jahren das Herz der himmelblauen Fanszene dar. Fast täglich wird sie für Choreovorbereitungen, Fantreffen, Feiern mit den Spielern oder wie zuletzt der Saisoneröffnung genutzt. Der Wert für die Fanarbeit und Jugendsozialarbeit ist deshalb enorm hoch. Wir fordern daher, dieses Domizil an einer neuen Stelle aus Altsubstanz zu erhalten oder als Neubau zu errichten.

    Prof. Reinhard Erfurth: „Fakt ist, dass die Fanhalle dem neuen Stadion weichen muss. Doch es ist auch klar, dass es einen Ersatz geben wird. Darum machen wir uns intensiv Gedanken und wir werden die Ideen mit euch diskutieren, wenn sie fertig durchdacht sind – wir wollen nicht über unausgegorene Dinge reden. Unsere Frage zurück: Welche Eigenleistung können die Fans für die Fanhalle aufbringen…?“

  • 3. Stehplätze

    Die Anzahl der Stehplätze sollte erhöht werden. Dies hätte nicht nur eine leichte Erhöhung der Gesamtkapazität zur Folge, sondern auch den besseren Erhalt der jetzt typischen Stimmungskulisse. Deshalb sollten neben der Südkurve sowohl die Ecken zu den Geraden und weitere 10 bis 20 Meter als Stehplatz ausgeführt werden. Die Südkurve sollte durch Zäune nicht zerstückelt werden.

    Mathias Hänel: „Wir machen uns dazu Gedanken. Doch es gibt gerade in dieser Frage viele Dinge zu beachten: Sicherheitsaspekte, die Wahrung der Stadionoptik und auch die Sichtverhältnisse von jedem einzelnen Platz aus. Außerdem ist abzusehen, dass die Zahl der vom DFB geforderten Sitzplätze in Zukunft weiter steigen wird.“

  • 4. Gästeblock

    Die Fans der jeweiligen Gastmannschaft sollten nicht in eine Ecke "abgedrängt" werden, sondern eine entsprechende Möglichkeit erhalten, sich optisch und akustisch zur Geltung zu bringen. Die Stehplätze im Gästeblock sollen deshalb bis hinter das Tor erweitert werden.

    Mathias Hänel: „Es gilt hier gleiches wir für Punkt 3.“

  • 5. Alte Anzeigetafel

    Der Chemnitzer FC ist einer der ganz wenigen Vereine, die noch eine "handbetriebene" Anzeigetafel besitzen. Das kultige Liebhaberstück sollte daher im neuen Stadion integriert werden, könnte z.B. in der Südkurve hängen und durch die Fans selbst bedient werden.

    Mathias Hähnel: „Bitte überlegt noch einmal, ob das wirklich die Mehrheitsmeinung der Fans ist. Schließlich existiert die jetzige Version der Anzeigetafel erst seit 1996 mit der Rückkehr des CFC auf die Fischerwiese. Wenn sie wirklich erhalten werden soll, dann findet sich sicher auch ein Platz in der Fanhalle.“ Und Hänel mit einem Augenzwinkern weiter: „Im Stadion wäre es dann wohl möglich, dass die Anzeige ein anderes Ergebnis als das Tatsächliche verkündet…“

  • 6. Zaunfahnen

    Die Möglichkeit der optisch präsenten Beflaggung des gesamten Stadions mit Zaunfahnen sollte auch im Neubau möglich sein. Es ist ein Kompromiss zwischen der notwendigen Bandenwerbung und dem Anbringen von Zaunfahnen zu finden und Möglichkeiten des Anbringens der Zaunfahnen zu schaffen.

    Mathias Hänel: „Wir benötigen vor den Zuschauertribünen eine Wand von etwa 1,80m, weil sich erst aber dieser Höhe Werbebanden ordentlich vermarkten lassen. Darüber wird es, jedoch nur in der Südkurve, einen Zaun und damit eine Möglichkeit zur Befestigung von Zaunfahnen geben.“ Diese Antwort war für die Fans natürlich nicht zufriedenstellend und wird ein wichtiger Diskussionspunkt für weitere Treffen bleiben.

  • 7. Eingang Heinrich-Schütz-Straße

    Falls dieser in seiner jetzigen Anordnung erhalten bleibt, sollte dort eine Neuplanung der Zugänge stattfinden, damit die jetzt üblichen Staus verhindert oder einfach besser kanalisiert werden.

    Mathias Hänel: „Wir wissen, dass der Haupteingang keine optimale Lösung geworden ist. Eine Überplanung ist innerhalb des Neubauprojektes sicher möglich. Aber da auch Fördermittel dafür eingesetzt wurden, kann es keine grundlegende Änderung geben.“

  • 8. Catering: Bezahlsystem

    Ein System mit aufladbaren Geldkarten sollte im neuen Stadion nicht installiert werden.

    Mathias Hähnel: „Wir wollen kein Geldkartensystem für das neue Stadion einführen. Für ein kleines Stadion wie unseres bringt es keine Vorteile.“

  • 9. Ticketsystem

    Sollte mit dem neuen Stadion ein neues Ticketing-System eingeführt werden, sollte darauf geachtet werden, dass nach dem "Einchecken" ins Stadion ein problemloses "Auschecken" möglich ist, um das Stadion (zum Bsp. nach Aufhängen der Zaunfahnen) wieder verlassen und neu betreten zu können.

    Mathias Hähnel: „In Rahmen der weiten Planung erfolgt auch eine Auswahl eines Anbieters für ein Ticket- und Zugangssystem. Unser Ziel ist ein System zu finden, das ein Ein- und Auschecken möglich macht.“

  • 10. Stadion-Gaststätte

    Sollte im Neubau eine Stadion-Gaststätte geplant sein, ist darauf zu achten, dass durch entsprechende räumliche Trennung und andere Zuwegung keine Konkurrenzsituation zur Fanhalle aufkommt.

    Mathias Hänel: „Diesen Punkt müssen wir später diskutieren, wenn detaillierte Fakten zu Stadiongaststätte und Fanhalle bekannt sind.“

  • 11. Capo-Stand

    Sowohl in der Südkurve als auch im Gästeblock sollte ein Capo-Stand vorgesehen werden.

    Mathias Hänel: „Ein solcher Capo-Stand ist für den Heimbereich einrichtbar. Ob ein solcher Stand auch für Gäste üblich ist, darüber fehlt mir der Überblick.“ Der CFC-Capo unterstrich noch einmal, dass ein solcher Stand auch ein Sicherheitsaspekt sei. Denn er müsse in manchem Stadion fast seine Gesundheit riskieren, um seine Animationsarbeit ausführen zu können.

  • 12. Fangnetze & Zäune

    Sollte hinter den Toren die Installation von Fangnetzen vorgesehen sein, ist darauf zu achten, dass diese entsprechend Blick-durchlässig sind. Sollten vor den Stehplätzen Trennzäune installiert werden, dann ohne verletzungsgefährdende Zacken und Spitzen. An einen angemessenen Abstand der Streben sollte gedacht werden, um ein mögliches Abklatschen mit den Spielern zu ermöglichen.

    Mathias Hänel: „Grundlegend werden wir nichts installieren, was nicht nötig ist. Wenn Netze unabdingbar sein würden, dann müssen sie natürlich möglichst wenig sichtbehindernd sein. Wir bitten aber die Fans die Durchlässigkeit der Netze z.B. für Schneebälle nicht zu testen… Die Anregungen zum Zaun werden wir umsetzen.“

  • 13. Stadionname

    Gibt es bereits Interessenten oder Vorschläge für einen gesponserten Stadionname? Sollte dies nicht der Fall sein, könnte man eine Umfrage unter den Fans starten, ob mit dem Neubau nicht zugleich der jetzige Name "Stadion an der Gellertstraße" beibehalten oder ein gänzlich neuer Name für das neue Stadion vergeben werden sollte.

    Mathias Hänel: „Ein Namenssponsor wird sicher kommen. Aber für diese Diskussion ist es noch zu früh, denn dafür muss das neue Stadion erst einmal stehen.“

  • 14. Stadionumfeld

    Neben weiteren Parkplätzen ist auch an das Bereitstellen von Fahrradständern zu denken.

    Barbara Ludwig: „Das sollte umsetzbar sein.“ Mit einem Augenzwinkern: „Vielleicht verschafft uns das auch Pluspunkte bei so mancher Stadtratsfraktion…“

  • 15. Charakterisierung des Stadions als himmelblaue Heimstätte

    Die Anzahl der neu gebauten Stadien in Deutschland ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Viele Arenen ähneln sich in Struktur und Aufbau und besitzen nicht mehr den Charakter der unverwechselbaren Heimspielstätten. Damit auch das neue Chemnitzer Stadion unverwechselbar und einmalig wird, sollten entsprechende optische Maßnahmen getroffen werden.

    Mathias Hänel: „Die Vorschläge werden wir versuchen in den weiteren Planungen einzubeziehen. Natürlich müssen die Vereinsfarben im Stadion des CFC präsent sein, damit jeder im Fernsehen und auf Bildern sehen kann, wo gespielt wird. Um die Tradition des Vereins zu zeigen, kann man auch gern weiter als 1966 gehen. Z.B gehörte Chemnitz zu den Gründungsmitgliedern des DFB und es wird hier schon länger Fußball gespielt, als in manch‘ heutiger Bundesligastadt.“


Sieht das Konzept auch eine Verbesserung der Anbindung an Straße und ÖPNV vor?

Diese Frage eines weiteren Fans beantwortete auch Barbara Ludwig: „Wir müssen uns sicher dazu Gedanken machen. Aber wir haben uns auch bewusst für den Standort der heutigen Fischerwiese entschieden.“ Schließlich habe das Stadion am Sonnenberg lange Tradition und abseits dessen seien auch in den letzten Jahren Fördermittel (z.B. für Rasenheizung und Haupteingang) investiert worden, bei denen gegebenenfalls eine Rückzahlung drohe.

Kann die Flutlichtanlage noch schöner gestaltet werden, als das Modell es erahnen lässt?

Dass die Strahler auf eine separate Konstruktion über dem Dach gesetzt werden müssen, erläutert Mathias Hähnel: „Für die Integration des Flutlichts ins Dach sind mindestens 27 m zwischen Spielfeld und Dachkante nötig. Dass gibt unser angedachtes Stadion nicht her.“ Die jetzigen Masten würden aber den Tribünen im Weg stehen. Man denke aber über Alternativen für die Flutlichtanlage nach.

Wie sieht eigentlich der Fahrplan zum neuen Stadion aus?

„Am 5. Oktober muss zunächst der Stadtrat entscheiden, später noch die Landesdirektion.“ Anschließend gäbe es nicht viel Spielraum für Termine, erläuterte Hähnel und merkte weiter an: „Wir spielen aktuell in Liga 3 nur mit einer Ausnahmegenehmigung für das Stadion. In der Regel verlängert die der DFB auch noch einmal. Dafür will er aber Bautätigkeit sehen.“ Im Klartext: Noch bevor die CFC-Akteure in den Sommerurlaub gehen, müssen an der Gellertstraße Bagger und LKW rollen. Sind alle Hürden aus dem Weg geräumt und das Projekt auf den Weg gebracht, wird es regelmäßig weitere Gesprächsrunden mit der AG Fan-Interessen geben, um die oben genannten Anregungen und Wünsche zu präzisieren.

Was können wir Fans für die Realisierung des Stadions schon jetzt tun?

Momentan ist es wichtig, so viel wie möglich Bürger und Stadträte für das Projekt zu gewinnen. „Deshalb gehen sie hinaus und werben sie bei Stadträten, Fans, Kollegen und im Bekanntenkreis für das Projekt!“, appellierte Ludwig. „Und kommen Sie am 5. Oktober zur Stadtratssitzung!“, um zu zeigen, dass der CFC dieses neue Stadion will.


Dr. Hähnel erläutert das Stadionkonzept Interessierte Zuhörer im gut besetzten CFC-VIP-Raum Barbara Ludwig erläutert mit funkelnden Augen Hintergründe zum Stadion Prof. Erfurth kommentiert Punkt 2 des Strategiepapiers: Die Fanhalle Die AG Fan-Interessen

Surftipps:
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